Die Berufsjäger stellten erste Ergebnisse ihres Feldversuches mit bleifreier und bleihaltiger Munition im Rahmen des BfR-Syposiums vor.

40 Berufsjäger haben am Monitoring, initiiert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, teilgenommen. Bislang existieren keine Ergebnisse, bei der zeitgleich bleihaltige und bleifreie Geschosse verwandt wurden. 9 Kollegen konnten keine Abschussberichte abgeben. Es mangelte an der Präzision der Munition oder einfach an der Tatsache, dass kein für bleifreie Munition zugelassener Schießstand vorhanden war. Weitere 14 Kollegen sahen sich aus Gründen des Tierschutzes gezwungen den Feldversuch vorzeitig zu beenden. Im Rahmen dieses Feldversuches sind insgesamt 602 Kreaturen (vornehmlich Rot- und Schwarzwild)  zur Strecke gebracht worden. 419 Abschussberichte wurden für die Ergebnisse verwendet, bei den übrigen Stücken wurde das zentrale Nervensystem getroffen (Wirbelsäule/Haupt). Die 419 Berichte teilen sich etwa 50:50 auf bleihaltige und bleifreie Geschosse auf.



Die Ergebnisse zeigen eine höhere Fluchtstrecke bei der Verwendung bleifreier Patronen, im Vergleich bleihaltiger Munition ist eine dreifach höhere Fluchtstrecke festgestellt worden. Häufig hat das Wild, das mit bleifreier Munition beschossen wurde, kaum bis gar nicht gezeichnet und es waren auch kaum Pirschzeichen an den Anschüssen vorhanden. Der Versuch hat auch gezeigt, dass die Fluchtstrecken trotz kürzerer Schussdistanzen gestiegen sind.

 

  Hier findet man die Ergebnisse der Feldversuche

 

Auf Facebook sind die Ergebnisse selbstverständlich auch veröffentlicht. HIER kommt man in das entsprechende Album mit der Möglichkeit es zu kommentieren.